Eigentlich habe ich mir eingebildet, dieses Jahr jede Menge Wettbewerbsfilme gesehen zu haben. Aber von den Gewinnerfilmen kenne ich wieder keinen, weil die meisten der Presse schon morgens um 9:00 gezeigt wurden. Dass STURM von Hans-Christian Schmid (der erst um 12:00 lief) leer ausgegangen ist, finde ich befremdlich. Nachdem ich gestern zur besten Sendezeit die Fernsehübertragung der feierlichen Abschlussveranstaltung auf 3Sat gesehen habe, möchte ich die Entscheidungen der Jury in einem Anflug von überheblicher Ignoranz als politisch überkorrekt bezeichnen.
Ich ziehe weiter zum nächsten Festival. Nach Portugal zu Fantasporto (www.fantasporto.com), wo mein Dokumentarfilm MONSTERLAND am nächsten Wochenende seine Premiere haben wird.
Ich weiß, Eigenwerbung stinkt, und das ist mir auch ganz peinlich, aber deutsche Zuschauer können den Film am Sonntag den 29.03.2009 in dem „Monster“-Themenabend bei arte sehen.
Gestern saßen mir in der S-Bahn zwei junge und eine ältere Dame gegenüber. Es handelte sich bei den drei Ladys offenkundig um Filmbegeisterte, denn sie hielten stolz Berlinale-Eintrittskarten in den Händen.
„Die Retrospektive ist über 70mm“ gab die eine junge Frau beiläufig zum besten. „Was bedeutet das eigentlich genau?“ wollte das andere Mädchen nach einer etwas längeren Pause wissen. Die ältere Dame (vielleicht die Mutter?) versuchte aufzuklären: „Na vielleicht Breitband. Also, dass das Bild im Kino breiter ist“. Eine nur 70mm breite Kinoleinwand? Das kam selbst der gestandenen Filmlady bei genauerer Betrachtung zu winzig vor. „Ich weiß es nicht“ musste sie schließlich nach einer erneuten Pause zugeben.
Tja, die Berlinale ist voller Geheimnisse. Eines der vielen Rätsel, das ich bislang auch nicht lösen konnte: Wie kommt es, dass die 1942 geborene, von allen sehr verehrte Filmemacherin Ulrike Ottinger nach mehr als 20 Filmen ihr neustes Werk DIE KOREANISCHE HOCHZEITSTRUHE immer noch im „Forum des jungen Films“ zeigen muss?
Julie Delpy, Michelle Pfeiffer und die immer noch taufrische Demi Moore haben ja das Problem des Älterwerdens auf dieser Berlinale eindrücklich thematisiert. Aber Frau Ottinger steht doch wohl über diesen Dingen! Deshalb fordere ich hier und jetzt (und ohne ihren neuen Film überhaupt gesehen zu haben) den Aufstieg von Ulrike Ottinger ins Panorama!
Bei der Berlinale lehnt man sich als Filmkritiker eigentlich nicht entspannt zurück um zu genießen. Hier sucht man nach Angriffspunkten. Doch Zitronengesicht Renée Zellweger hat gestern in der Pressevorführung von MY ONE AND ONLY und der anschließenden Pressekonferenz alle Profifilmegucker glücklich gemacht. Zellweger spielt eine flatterhafte Mutter, die ihren Mann verlassen hat und nun heimatlos mit ihren beiden Söhnen durch das Amerika der 50er Jahre fährt. An einer Stelle des Films sitzt einer der Söhne mit einem Mädchen im Autokino. Das Mädchen erklärt ihm, dass all das da oben auf der Leinwand ganz großer Quatsch sei und nichts mit dem wahren Leben zu tun hat.
Irgendwie ist mir dieser Satz an die Nieren gegangen. Ist dieses professionelle Mammutfilmegucken, das ich hier seit über einer Woche praktiziere, womöglich nutzlose Zeitverschwendung?
Jedenfalls bin ich nach der PK einfach nach hause gegangen und habe HILDE mit Heike Makatsch sausen lassen. Auch zum Empfang von Forum in der Volksbühne bin ich nicht gegangen.
Doch was habe ich stattdessen gemacht mit meiner neuen Freiheit? Ich habe gekocht und dann die erste Folge der neuen vierten Staffel von GERMANYS NEXT TOP MODEL mit Heulboje Heidi Klum im Fernsehen geguckt. Heidi statt Hilde? Richtig! Denn dabei konnte ich mich dann mal wieder so richtig entspannt zurück lehnen und zusehen wie hilflose junge Mädchen malträtiert werden.
Und weil die Pressevorführung des Wettbewerbfilms DEUTSCHLAND 09 heute auf die menschenunwürdige Anfangszeit von 8:30 Uhr vorverlegt wurde bleibe ich der Berlinale heute ganz frech fern und genieße meine Freiheit. Mal sehen was ich tolles mit diesem Freitag den 13. anfange. Vielleicht gehe ich ja einfach normal ins Kino und gucke mir das Remake von FREITAG DER 13. an, der heute weltweit anläuft. So bodenständige Filme bekommt man auf der Berlinale ja nicht zu sehen. Und da werden sicher auch wieder junge Mädchen malträtiert. Außerdem ist FREITAG DER 13. eine amerikanische Produktion von Michael Bay die der deutsche Regisseur Marcus Nispel inszeniert hat. Wir brauchen also gar nicht immer so zu tun als wenn Tom Tykwer der einzig deutsche Regisseur mit Weltruhm ist.
Warum läuft FREITAG DER 13. eigentlich nicht als Abschlussfilm der Berlinale? Natürlich wie THE INTERNATIONAL „Außer Konkurrenz“ oder besser noch als kryptisches „Berlinale Special“ wie HILDE. Schließlich hat selbst Berlinale-Star Renée Zellweger schon 1994 in dem gruseligen TEXAS CHAINSAW MASSACRE: THE NEXT GENERATION die Hauptrolle einer malträtierten jungen Frau gespielt. Aus pädagogischen Gründen rate ich dringend von der Ansicht des folgenden Trailers ab:
Huch! Seit heute ist der Trailer zu Quentin Tarantinos INGLORIOUS BASTERDS im Netz. Dabei dreht Herr T. wohl immer noch in Berlin. Daniel Brühl konnte jedenfalls seine eigenen Filmpremieren auf der Berlinale (z. B. THE COUNTESS) nicht wahrnehmen, weil er bei Herrn T. malochen mußte.
Es gibt auch schon eine deutsche Version des Trailers, in der man das Hakenkreuz aus dem Titelschriftzug entfernt hat um die sensiblen Nerven der deutschen Zuschauer zu schonen.
Jetzt beginnt die Nörgelphase. Die Kritiker sitzen überfüttert in den Kinos und maulen über alles. Auch ich suche meine Filme mittlerweile nach der Lauflänge aus. Umso kürzer desto attraktiver der Film.
Der Wettbewerbsbeitrag HAPPY TEARS war mit 95 Minuten schön knapp und putzig. Parker Posey steckt Demi Moore im Film in die Tasche. Auf der anschließenden Pressekonferenz übernahm Demi dann aber wieder das Ruder. Das Hip-Hop-Biopic NOTORIOUS B.I.G. war eindeutig zu lang und belanglos.
Um echte Musik aus Berlin geht’s in VON WEGEN von Ulli Schüppel. 21.Dezember 1989: Die Berliner Mauer bröckelte und die blassen schlacksigen „Schmuddelkinder“ des westdeutschen Kultexports Einstürzenden Neubauten, die grade richtig schön ins Feuilleton eingesickert waren, machen sich auf ihren ersten Auftritt nebenan in Ost-Berlin zu spielen. Da schaut selbst Heiner Müller mal vorbei. Und der Filmemacher Ulli Schüppel ist mit seiner neuen Videokamera auch da.
Mit seinen damals lässig aus der Hand gedrehten, verwaschenen und verwackelten Videobildern beschwört er nun 20 Jahre später den Geist der 80er Jahre und fängt ein bisschen von der politischen und kulturellen Aufbruchstimmung zur Zeit der Wende in der Mauerstadt ein. Aktuelle Interviews mit schwer beeindruckten Ossis, die damals ihre erste leibhaftige Begegnung mit Blixa Bargeld und seinen Mannen hatten, runden die Rekonstruktion dieses denkwürdigen Abends ab. Schüppels Film ist eine ganz tiefe Verbeugung vor seiner Lieblingsband, an deren Mythos er schon lange eifrig bastelt.
Aufgrund der großen Nachfrage hier noch der Trailer des norwegischen Nazi-Trash-Beitrags DEAD SNOW. Der Film lief im Filmmarkt und soll recht entäuschend sein. Aber er ist auch schon nach Deutschland verkauft. Na bitte. Geht doch!
In den letzten Tagen habe ich mir auf der Berlinale nur „Frauenfilme“ angesehen. Gestern war Michelle Pfeiffer auf der Berlinale und hat uns alle auf der Pressekonferenz zu CHERI wie ein Honigkuchenpferd angestrahlt. Sie hat ja auch allen Grund zu strahlen. Mit dem recht vergnüglichen Film hat Stephen Frears dem inzwischen 50jährigen Star ein Geschenk gemacht. Pfeiffer spielt eine alternde Edelkurtisane in Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts und sieht immer toll aus.
In THE COUNTESS will Julie Delpy als die Blutgräfin Erzebet Bathory ewig jung bleiben und badet deshalb im Blut ermordeter Jungfrauen. Frau Delpy war auf der Pressekonferenz genau so sympathisch und humorvoll wie man sie aus ihrem letzten Berlinale-Beitrag 2 DAYS IN PARIS kennt. Da mochte man ihr gar nicht sagen, dass sie diesmal ganz offensichtlich mit der Aufgabe Regie zu führen und gleichzeitig die Hauptrolle zu spielen überfordert war.
Auch Catherine Breillat enttäuscht mit ihrer sanft poetischen Version der Geschichte um BARBE BLEUE all jene, die auf einen neuen Penis-Alarm der feministischen Filmemacherin gewartet haben. Alles ganz harmlos und lieb und schön. Immerhin kämpft Breillat so erfolgreich gegen ihr lästiges Image als Frankreichs Skandalnudel an.
Dass die schönste Frau der Welt, der chinesische Weltstar Zhang Ziyi (DIE GEISHA, 2046, HERO), mit dem Wettbewerbsbeitrag FOREVER ENTHRALLED in Berlin ist, hat offenbar keinen interessiert. Die Pressekonferenz war halbleer und Zhang Ziyi höflich angespannt. Und natürlich schön. Leider hat sie in dem ebenfalls schönen aber auch ganz schön zähen Film von Chen Kaige (LEBEWOHL MEINE KONKUBINE) auch nur eine Nebenrolle. Denn eigentlich geht es um den Peking Oper Star Mei Langfang der von dem Popsänger Leon Lai verkörpert wird.
Ich mag Filme, in denen man tollen Frauen dabei zusehen kann wie sie schreckliche und schöne Dinge tun.
Der japanische Dokumentarfilmer Soda Kazuhiro hat 2006 seinen Erstlingsfilm CAMPAIGN im Forum der Berlinale präsentiert. In diesem Jahr überzeugt er mit seinem zweiten Werk in, wie er es nennt, „teilnehmender Beobachtung“.
MENTAL ist ein kommentarloser Film über das Selbsthilfeprojekt Chorale in Okayama. Hier finden psychisch erkrankte Menschen, die in der japanischen Gesellschaft nicht mehr „funktionieren“, eine Anlaufstelle. Soda nimmt sich viel Zeit mit den so genannten „Verrückten“ vor der Kamera zu sprechen. Die haben unglaubliche Krankheitsgeschichten zu berichten. In Japan gehört es sich nicht, Gefühle offen zu zeigen. Deshalb ist es immer wieder befremdlich, wenn die Patienten scheinbar emotionslos über ihre intimsten Probleme und Ängste sprechen. „Es scheint einen unsichtbaren Vorhang zu geben, der die psychisch Kranken von den gesunden Menschen trennt. Diesen Vorhang möchte ich zur Seite schieben“ sagt Soda, der als Student selbst unter dem „burnout syndrome“ litt. „Die moderne japanische Gesellschaft ist angefüllt mit Druck und Stress. Ich habe einige Freunde und Kollegen die davon krank wurden und sogar an Selbstmord dachten“.
MENTAL ist ein ruhiges und feinfühliges Institutionenportrait, dass einen gleich zu Beginn des zu erwartenden Filmrausches der Berlinale für 135 Minuten auf den Boden der Realität zurück holt.
Fassbinder Veteran Ulli Lommel hat in seiner bewegten Filmkarriere als Schauspieler, Regisseur und Produzent schon viele schön schreckliche Genre Filme gemacht. Unvergessen wie er in DIE ZÄRTLICHKEIT DER WÖLFE Kurt Raab als Serientöter Haarmann in schlanke Männerhälse beißen ließ. Mit dem Slasher THE BOOGEYMAN machte sich Lommel 1980 gar Hollywood gefügig.
Wenn nun ein neuer Film vom Lommel mit dem vielversprechenden Titel ABSOLUT EVIL im Panorama der Berlinale läuft, weckt das natürlich Erwartungen. Doch der Krimi um den Tod eines strammen jungen Mannes mit dem Spitznamen Babyface entpuppt sich als unnötig unübersichtlich strukturierte Schnitzeljagd ohne Höhepunkte und mit dem unglücklich amateurhaften Charme eines Homemovies.
Die durch Tarantinos KILL BILL zu neuen Ehren gekommene B-Film-Ikone David Carradine spielt in einer Nebenrolle müde einen noch müderen Gang-Leader im Rollstuhl. Und Lommel selbst kommt als folternder Privatdetektiv auch nicht besonders evil rüber. Echt Schaaade.
Auf dem Filmmarkt der Berlinale ist der vielversprechende norwegische Nazi-Zombie Film DEAD SNOW zu sehen. Weil ich aber nur eine Akkreditierung als Journalist habe, kam ich da nicht rein. Schließlich könnte ich potenziellen Filmeinkäufern den Sitzplatz weg nehmen.
Da ich nun Lust auf Nazi-Trash bekommen hatte, war ich in dem Wettbewerbsbeitrag DER VORLESER, in dem Kate Winslet eine verliebte KZ-Wärterin mit dem Charme einer Bierkutscherin spielt. Das einzige Trash-Potential, das der gediegene VORLESER vielleicht hat, ist der ausgestellte deutsche Akzent, den alle Schauspieler ihren englischen Dialogen verpassen. Bernhard Schlink, der Autor der Romanvorlage, nannte das auf der anschließenden Pressekonferenz „deutsches Englisch“.
Nazi-Trash ist ja, wie wir in Marcus Stigleggers Artikel in epd FILM 1/09 gelernt haben, das nächste große Ding. Nach dem langweilig seriösen OPERATION WALKÜRE warten wir deshalb alle gespannt auf Quentin Tarantinos Beitrag zur deutschen Vergangenheitsbewältigung INGLORIOUS BASTERDS, der soeben in Berlin abgedreht wurde und im August dieses Jahres starten soll.
Wo wir gerade beim Thema sind (und von der Redaktion zu multimedialen Spielereien aufgefordert wurden), möchte ich diese Gelegenheit schamlos ausnutzen und den Film bewerben, den Thilo Gosejohann über mein Theaterstück CAPTAIN BERLIN VERSUS HITLER gemacht hat. Hier der Trailer:
Die Weltpremiere wird am 06.03.2009 in der Weltstadt Gelsenkirchen im Schauburg Filmpalast gefeiert.
THE BEAST STALKER
Regie: Dante Lam. Mit Nicholas Tse, Nick Cheung, Zhang Jingchu u.a.
Der junge Sergant Tong Fei jagt mit seinen Mannen den schon lange gesuchten Kriminellen Cheung Yat-tung im undurchdringlichen Straßendschungel von Hong Kong. Bei einer Verfolgungsjagd kommt es zu einem folgenschweren Autounfall bei dem der Gejagte ins Koma verfällt und die kleine Tochter der Staatsanwältin Ann Ko ums Leben kommt. Als der skrupellose Profikiller Hung King die zweite Tochter der Staatsanwältin entführt um seinen aus dem Koma erwachten Boss Cheung Yat-tung freizupressen, macht sich Sergant Tong Fei auf, das Mädchen zu retten. Den Tong Fei plagen massive Schuldgefühle. Er glaubt verantwortlich für den Tod von Ann Kos Tochter zu sein.
Überhaupt wird viel gelitten von allen Beteiligten in diesem verschachtelten Action-Drama von Dante Lam. Mit seinem Focus auf der Leidensfähigkeit seiner Protagonisten erinnert THE BEAST STALKER manchmal an amerikanische Folterfilme wie HOSTEL oder SAW. Auch ästhetisch orientiert sich der Film in seiner Grobkörnigkeit mehr am modernen Horrorkino. Der gruselige Kidnapper Hung King bewegt sich zackig wie eine Mordmaschine, ist auf einem Auge blind und hat ein vernarbt entstelltes Gesicht. Doch um beinharte Horror-Fans befriedigen zu können, ist der Film dann doch nicht blutig genug. Sonst wäre er schließlich nicht im Rahmen der Berlinale zu sehen.
LAND OF SCARECROWS / HEOSUABIDEULEUI DDANG (Forum)
Regie: Roh Gyeong-Tae. Mit: Kim Sun-Young, Phuong hi-Bich, Jung Du-Won. Republik Korea/Frankreich 2008.
Ji-Young ist eine zurückgezogen lebende Installationskünstlerin. Sie wohnt in einer von Umweltgiften verseuchten Gegend und gibt sich als Mann aus. Ji-Young fährt auf die Phillipinen um dort über eine Heiratsvermittlung eine Frau, die schüchterne Rain, zu ehelichen. Doch daheim im vergifteten Brachland findet die verdutzte Rain schnell heraus, das es sich bei ihrem Bräutigam um eine Frau in Männerkleidung handelt. Sie läuft davon und trifft auf Ji-Youngs früheren Adoptivsohn, der auf der Suche nach seinem Vater ist.
Sicher hätte man aus der herrlich verschrobenen Geschichte auch eine ausgelassene Transgender-Komödie machen können. Doch der zweite Film des Koreaners Roh Gyeong-Tae ist anstrengend prätentiöses Kunstkino, das sich selbst viel zu ernst nimmt und die Geduld des Zuschauers mit langen statischen Einstellungen und Holzhammer-Poesie strapaziert. Da hat man nichts zu Lachen.
Warum mag man eigentlich die Berlinale? Als Pressefritze ist man es schließlich gewohnt, in halbleeren Kuschelkinos mit Freigetränken abgefüllt zu werden und Sondervorführungen von brandneuen Filmen umsonst genießen zu dürfen.
Bei der Berlinale hingegen, muss man 60,00 Euro Akkreditierungsgebühr für ein Plastikkärtchen zahlen, ewig anstehen und in überfüllten Kinos hocken in denen die von den internationalen Festivalgästen eingeschleppten exotischen Vogelgrippeviren von der Klimaanlage umgewälzt werden. Um Filmstars und Filmemeacher livehaftig zu bewundern brauchen wir in Berlin die Berlinale auch nicht. Denn mindestens einmal wöchentlich flitzen hier Weltstars wie Brad Pitt oder Tom Cruise über den roten Teppich am Potsdamer Platz um ihre aktuellen Filme zu bewerben.
Ich hoffe ihnen die Frage, warum ich mich trotzdem auf die Berlinale freue, in den nächsten Tagen beantworten zu können. Hoffentlich.